Qualitätssicherung

HPE StormRunner: Geändertes Lizenzmodell bietet mehr Flexibilität

Das SaaS-Werkzeug unterstützt mehr Protokolle als bisher. So zum Beispiel SAP Web oder.NET. Die unterschiedlichen Bundles sind auf den Bedarf der Anwender optimiert.

In der Version StormRunner 2.2, die bereits Anfang Dezember 2016 erschienen ist, wurde das Lizenzmodell angepasst. HPE hat die bestehenden Bundles ein wenig verändert, um HPE StormRunner flexibler und preislich attraktiver zu gestalten. So wurden einige neue Lizenz-Bundles eingeführt, die auch zusätzliche Protokolle beinhalten.

  • Mit dem Dev-Bundle lassen sich wie bisher Skripte ausführen, die mit Open-Source-Tools oder Tools von Drittanbietern wie JMeter oder Gatling erstellt wurden.
  • Das Web-Bundle tritt nun an die Stelle der API-Lizenz. Es erlaubt - wie bisher - API-Level-Skripts auszuführen, die in VuGen erstellt wurden, z.B. Web (HTTP/HTML) oder Mobile (Web). Darüber hinaus lassen sich aber auch alle Protokolle des Dev-Bundles ausführen. Sie müssen also nicht mehr beide Lizenzen separat erwerben.
  • Das GUI-Bundle ersetzt die UI-Lizenz. Außer UI-Skripten lassen damit auch alle Protokolle aus dem Dev- und dem Web-Bundle ausführen.
  • Das ERP-Bundle ist neu. Mit diesem Bundle lassen sich, wie der Name schon sagt, ERP-Protokolle wie SAP Web und SAP GUI nutzen.
  • Ebenfalls neu ist das Legacy-Bundle mit dem sich Legacy-Protokolle wie .NET ausführen lassen. Es ist geplant, mit zukünftigen Releases weitere Protokolle sukzessive zu ergänzen.
  • Und wenn Sie nun als Enterprise-Kunde alle diese Bundles nutzen möchten? Dann erwerben Sie das General-Bundle, das alle Bundles in einem umfasst.

Alle Bundles können Sie sowohl mit dem "Virtual User"- als auch mit dem "Virtual User Hours"-Lizenzmodell nutzen, und das bei Cloud- oder auch bei on-premise-Tests. Falls Sie über ein AWS-Konto verfügen, können Sie gleich loslegen und dort ab sofort ihre HPE StormRunner-Instanz kaufen.

Hinsichtlich Funktionsumfang und Bedienung sind in Version 2.2 ein paar kleinere Features hinzugekommen. Die Runtime-Settings wurden um weitere, aus HPE LoadRunner bekannte, Einstellungen ergänzt, die es ermöglichen, den Testablauf bzw. das Szenario flexibler und realistischer zu gestalten. So lässt sich nun der Browser-Cache simulieren, ein Timeout für HTTP-Requests definieren, und über den Menüpunkt "Additional Attributes" lassen sich jetzt auch externe Parameter an ein Skript übergeben. Zusätzlich existiert nun die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Testskript-Iterationen über den Menüpunkt "Pacing Time" zu steuern. Als neu unterstützte Protokolle kamen Java oder .NET hinzu.

Bei größeren Lasttestprojekten mit vielen Testskripten ist eine effiziente Skriptverwaltung wichtig. Viele Lasttester nutzen hierfür ihr eigenes Versionierungs-Werkzeug. HPE StormRunner kommt dem entgegen, indem es jetzt einen eigenen GIT-Agent bereitstellt, um GIT-Repositories für die Skriptverwaltung zu integrieren.

Auch an alle, die ihre Last- und Performance-Tests aus ihrem CI/CD-Prozess in Bamboo heraus starten wollen, dürften sich über das neue Bamboo-Plugin für HPE StormRunner freuen. Sie erkennen also: Der Funktionsumfang und die Möglichkeiten von HPE StormRunner nähern sich mehr und mehr denen von HPE LoadRunner und HPE Performance Center an. Für alle, die Last- und Performance-Tests mit hoher Last ohne eigene Lasttest-Infrastruktur durchführen wollen, ist HPE StormRunner die richtige Wahl.

Autor

Jan Sickmann IT-Consultant
Dr. Jan Sickmann