Karriere

Never change a running system! Oder vielleicht doch?

Daniel wagt sich an die Testautomatisierung mobiler Anwendungen.

von Daniel Martin

Seit meinem letzten Beitrag hat sich viel getan. Ich habe mich durch einige Tools gewühlt – installiert, konfiguriert, ausprobiert. Hier zeigte sich auch, dass manchmal auf Must-Haves verzichtet werden kann oder - besser gesagt - diese getauscht werden können. Eine Vorgabe war es zum Beispiel, dass das Tool als SaaS (Software as a Service – heißt also bei einem Anbieter betrieben wird) bereitgestellt wird. Diese Vorgabe könnte jdoch durch den Aspekt der Sicherheit getauscht werden und wir betreiben doch unseren eigenen Chat-Server.

Daher beschäftige ich mich gerade damit, einen Jabber-Server aufzusetzen. Mit diesem Server und einem Client-Programm wie zum Beispiel Pidgim (einen ICQ-ähnlichen Messenger) könnten wir dann Informationen oder Dateien austauschen. Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, Videokonferenzen abzuhalten. Eine sehr spannende Aufgabe, die aber auch sehr viel Zeit und Nerven kostet. Denn um solch einen Server zu betreiben, braucht man auch wieder Software und wer kann schon ahnen, dass die neueste "sichere" Version ein Problem bereitet. Also entschied ich mich für eine ältere Version und es klappte alles auf Anhieb.

Never change a running system
Das ist natürlich nur ironisch gemeint, denn wenn wir das nicht tun würden, wäre das mit dem Fortschritt eher eine zähe Angelegenheit. Wie in dem Beispiel von Jan: Er hatte sich in der letzten Woche damit beschäftigt, Flows von HPE Operations Orchestration in die neueste Version zu migrieren (kopieren, anpassen, testen). Flows sind grob gesagt Abläufe. Als Vergleich kann man sich einen Bestellvorgang vorstellen.

Der Kunde sucht sich auf einer Website ein Produkt heraus und sobald der „Bestellen“-Button geklickt wird, beginnt die eigentliche Arbeit. In unserem Falle die Arbeit der Skripte, die nach und nach ablaufen. Stelle Speicherplatz bereit, erstelle einen virtuellen Server mit den bestellten Konfigurationen usw. Und wie Aurel berichtete, schreibt er wiederrum an Skripten, die diese Flows überprüfen. Unterschiedlichste Aufgaben, die doch eng miteinander verstrickt sind.

App App hurra - Testautomatisierung mobiler Anwendungen
Ich habe zusätzlich noch eine Aufgabe bekommen. Da ich ebenfalls, wie Aurel, in die Testautomatisierung möchte, wurde ich gebeten einen bestimmten Use Case (so etwas Ähnliches wie ein Flow – ein bestimmtes Szenario eben) zu überprüfen. Wir haben bereits gelernt, wie wir eine Website automatisiert testen. Doch geht unser Zeitalter immer mehr auf mobile Versionen, also Apps. Mit der neusten Version von HPE UFT kann man diese Apps testen.

Dabei wird ein Tablet an den PC angeschlossen, welches als "Testobjekt" dient. Wahninnig interessant! Da die neuesten Versionen von Test-Programmen immer Kinderkrankheiten haben, besteht in dieser Richtung auch noch Nachholbedarf. Was ich auch völlig legitim finde. Software verändert sich immer. Wird angepasst, verbessert und umfangreicher.

Und mich macht es ein wenig stolz, Programme von morgen zu testen, um deren Qualität zu verbessern. Am liebsten würde ich von den ganzen Details noch berichten.

Doch die Welt von morgen zu gestalten verlangt meine volle Aufmerksamkeit! ;)

Autor

Björn Fröbe Marketing Manager
Björn Fröbe

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