Karriere

"Quasseln 2.0" - ab in den Feldtest

Daniel hat für uns ein Kommunikationstool rausgesucht, das jetzt in die Live-Erprobung geht.

Ich wurde vor ungefähr sechs Wochen zur Toolevaluierung "rekrutiert". Somit hab ich mich durch den Markt gewühlt, mich hier und da angemeldet, rumgeklickt, probiert und meist mit mir selbst gechattet. Ziemlich einseitig irgendwann, aber das soll sich jetzt ändern.

Größtenteils habe ich vorgefertigte Programme getestet. Von einfachen Chat-Diensten mit Integrationen (als Beispiel: kleine Programme die mir sagen, wann mein Kaffee fertig ist ;-D ) bis hin zu einem "Facebook" für Unternehmen. Von Vorteil ist dabei, wenn man Kollegen fragen kann, die in anderen Unternehmen unterwegs sind und wissen, wie das dort gehandhabt wird.

Blick für das Wesentliche
Dabei ist es immer wichtig darauf zu achten, welche Anforderungen man an das Tool hat. Diese sollten am Anfang klar definiert sein, um nicht den Überblick zu verlieren. Denn wir kennen das alle, es ist schön "viel" zu haben, aber braucht man es denn unbedingt?

Somit sprachen mein Fachbereichsleiter Thomas Jähnig und ich uns ab und trugen die "Must-Haves" und "Nice-to-Haves" zusammen. Somit kamen Punkte hinein wie "SaaS" (Software as a Service -> also von externen Firmen verwaltet), das Erstellen von Chat-Räumen und die Usability (Benutzerfreundlichkeit). Aber solche "Must-Haves" müssen nicht in Stein gemeißelt sein.

Unser eigenes Whatsapp
Wir schauten ein wenig über den Tellerrand und ließen uns von einem Jabber-Server inspirieren. Jabber ist bosnisch und bedeutet "quasseln". Und ein Jabber-Server wäre dann unserer eigener Whatsapp-Dienst. Jabber basiert auf einem XMPP-Protokoll, ein offener Standard eines Kommunikationsprotokolls. Und da wir die Mittel haben, selber einen Server aufzusetzen, würde der Punkt "SaaS" zwar wegfallen, aber durch den Aspekt Datensicherheit ersetzt. Auf mich wartete ein gutes Stück Arbeit, denn nun begann eine Toolevaluierung in einer Toolevaluierung. Von der Hardware die der Server brauchte, bis hin zur Clientauswahl (also mit welchem Programm gequasselt werden soll – am PC und auf dem Smartphone).

Die Konfigurationen sind abgeschlossen, erste Tests bestanden und die Admins sichtlich genervt von mir. ;-)

An der Stelle ein kleiner Dank für die Unterstützung in Punkto Netzwerk und Anbindung des Nutzer-Verzeichnisses.

Der interne Test kann starten
Nachdem der Server "steht" und alles gradlinig läuft, beginnen wir am Ende der Woche mit der Testphase. Dazu habe ich mir einen Teilnehmerkreis aus Kollegen auserwählt unter dem Aspekt, welchem Team sie angehören und wo sie gerade unterwegs sind. Und damit nichts schief geht, habe ich eine Erläuterung und eine Anleitung geschrieben.

Ich mag es selber kaum glauben, aber ich bin total aufgeregt. Denn es stecken einige Wochen Arbeit und auch ein wenig Herzblut in dem Projekt. Manchmal hätte ich gern in die Tischkante gebissen vor Verzweiflung, aber das kommt bestimmt noch häufiger in den nächsten Wochen vor.

Auf die Plätze! Fertig?! HAUT IN DIE TASTEN!

Autor

Daniel Martin Associate IT-Consultant
Daniel Martin