Qualitätssicherung Entwicklung

Robotic Process Automation - die Komponenten

Für das neue Tool Robotic Process Automation (RPA) hat sich Micro Focus bei den Funktionalitäten zweier bekannter Automatisierungslösungen aus eigenem Hause bedient, um damit den Bedürfnissen einer Prozessautomation gerecht zu werden.

Im Juli letzten Jahres kam die erste Version 2019.07 von RPA aus dem Hause Micro Focus auf den Markt. Die webbasierte Anwendung besteht aus den Komponenten:

  • RPA Workflow Designer
  • RPA Central
  • RPA Robot
  • RPA Recorder
  • RPA Self-Service X


Quelle: Micro Focus (https://docs.microfocus.com/itom/Robotic_Process_Automation:2019.11/RPAArch)

Im RPA Workflow Designer wird ein Teilprozess aufgenommen und zu einem anwendungsunabhängigen, parametrisierten Gesamtprozess zusammengesetzt.

Der RPA Central übernimmt die Ausführungsrolle. Es kann zum Beispiel mittels Scheduler festgelegt werden, wann welcher Gesamtprozess ablaufen soll und mit welchen Parametern. Der Central steuert die RPA Robots, die als Ausführungs-Engine für die aufgenommenen Prozesse zum Einsatz kommen.

RPA Self-Service X ist ein Self-Service Portal für die zuvor im Designer erstellten und im Central abgelegten Gesamtprozesse. In einer Art "Bestellportal" kann der Anwender selbst festlegen zu welcher Zeit und mit welchen Inhalten ein Prozess ausgeführt werden soll.

Die Begrifflichkeiten werden den Kennern von Operations Orchestration (OO) nicht neu sein. Das ist kein Zufall. Auch das Aussehen des Designers und Centrals ähneln sehr stark den gleichnamigen Komponenten bei OO. Die eine Seite von RPA besteht demnach auch aus Workflows, die, wie bereits im OO, Schritte der Reihenfolge nach ablaufen lassen können.

Im Unterschied zu OO laufen bei RPA aber nicht nur vorgefertigte Operationen ab. Hier kommt die zweite Seite ins Spiel. Konkret sprechen wir von einer Anbindung an das Testautomatisierungswerkzeug Unified Functional Testing (UFT) in Form von eingebauten Schnittstellenaufrufen. Von UFT wurde der Recorder in RPA eingebaut, mit dem man die Prozesse auf GUI-Ebene aufzeichnen kann. Jeder Prozess wird als ein Schritt in dem Workflow hinterlegt. Dieser Schritt kann auf einen weiteren Prozess folgen oder nach einer bereits vorhandenen Operation ausgeführt werden.

So setzen sich nach und nach die robotergesteuerten Prozesse zusammen, die den Arbeitsalltag vereinfachen sollen. Wie das konkret aussieht, wird in einem der nächsten Blogbeiträge beleuchtet.

Autor

Andrea BuschendorfSenior IT-Consultant
Andrea Buschendorf