SCRUM Workshop als Einstieg ins Agile Arbeiten
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Agiles Arbeiten – Scrum wie es leibt und lebt

Agiles Arbeiten ist ein fester Bestandteil in unserem Projektgeschäft. Wie der SCRUM-Workshop als Teil des On-Boardingprozesses abläuft, beleuchten Dennis, Sebastian und Tom in diesem Beitrag.

Der Scrum-Workshop bildete einen aufregenden und lehrreichen Tag, welcher uns neuen Kolleginnen und Kollegen ein tieferes Verständnis für die agile Arbeitsweise vermittelt hat. Der Workshop begann mit einem herzlichen Check-In, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, sich vorzustellen und über bisherige Erfahrungen und Berührungspunkte mit dem Thema „agiles Arbeiten“ zu sprechen. Es war erstaunlich festzustellen, wie vielfältig die Hintergründe und Erfahrungen in der Gruppe waren. Einige von uns hatten bereits agile Methoden in der Praxis konkret angewandt, während andere noch keine Berührungspunkte hatten.

Agiles Manifest, Ball Point Game und SCRUM Big Picture

Unsere erfahrene Trainerin Saskia führte uns daraufhin in das agile Manifest ein und erklärte die vier zentralen Werte, die den Fokus auf Teamarbeit, Funktionalität, Kundenzufriedenheit und Anpassungsfähigkeit legen. Dabei kam es zur ersten Erkenntnis des Tages: unsere bisherigen Erfahrungen in Projekten standen oft nicht im Einklang mit dem agilen Manifest. Es war faszinierend zu erkennen, wie traditionelle Ansätze oft stark von agilen Prinzipien abwichen. Dies brachte uns dazu, unsere Denkweise zu hinterfragen und offener für agile Konzepte, denen in der heutigen Zeit eine große Bedeutung beigemessen werden, zu sein.

Um zu verstehen, wie Agilität in der Praxis funktioniert, folgte eine interaktive Übung, das „Ball Point Game“. Mithilfe agiler Prinzipien wie Kommunikation, Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit mussten wir dabei als Gruppe gemeinsam aktiv sein. Es war erforderlich, gewisse Regeln zu erfüllen und in einer vorgegebenen Zeit, kleine Bälle möglichst oft in der Runde herumzureichen.
Weiterhin stellte uns Saskia die 12 agilen Prinzipien vor, die uns halfen, das Konzept der Agilität weiter zu vertiefen. Diese betonen unter anderem die Kundenzufriedenheit, Prozessgestaltung, Zusammenarbeit im Team und Lieferung von funktionsfähiger Software.

Das Ball Point Game

In kleinen Gruppen setzten wir uns dann mit den Themen Events, Verantwortlichkeiten/Aufgaben und Artefakte in Scrum auseinander und präsentierten und diskutierten unsere erarbeiteten Ergebnisse.
Die gewonnen Erkenntnisse wurden uns in einer „Big Picture“-Grafik, welche diese zusammenfasst, von Saskia erklärt. Dementsprechend können die grundlegenden Informationen zum Scrum Framework in einer Grafik festgehalten und ausgeführt werden.

Das SCRUM Big Picture (Grafik: proficom GmbH)

Von der Theorie ins Praxisbeispiel

Nach einer energiereichen Mittagspause arbeiteten wir daran, das Product Backlog für ein fiktives Projekt zu erstellen – den „perfekten Bahnhof“. Wir definierten User Stories, um die Anforderungen aus Sicht des Kunden festzulegen, und fanden heraus, wie wichtig es ist, klare und verständliche User Stories zu erstellen.

Mit dem „Pointing Poker“ lernten wir Prioritäten im Backlog, durch das Schätzen der Komplexität der einzelnen User Stories, zu setzen. Diese Einschätzungen erfolgten mit Karten, die verschiedene Zahlen zeigten. Je höher dabei die Zahl der durch eine Person gezeigten Karte, desto aufwendiger wurde die Umsetzung der entsprechenden User Story erachtet. Es wurde ersichtlich, dass einzelne Ansichten sehr weit auseinander gehen können. Allerdings wurde mit Hilfe von Diskussionen, Argumentationen und dem anschließenden, erneuten Vorzeigen, diese angenähert, bis ein Konsens gefunden wurde.

Der Höhepunkt des Workshops war zweifellos das Durchspielen des Scrum-Prozesses anhand unseres Bahnhof-Fallbeispiels. Dafür wurden wir in Teams aufgeteilt und mussten mithilfe von Lego und Zeichnungen die User Stories erfüllen, welche wir zuvor im Product Backlog aufgestellt hatten. Um dies realitätsnah abzubilden, wurde in den drei, im Scrum-Ansatz existierenden Verantwortlichkeiten (Product Owner, Scrum Master und Developer) gearbeitet.

Insgesamt war der Scrum-Workshop eine lehrreiche und interaktive Erfahrung. Wir haben nicht nur die Theorie hinter agiler Arbeit kennengelernt, sondern konnten diese auch praktisch anwenden. Zweifellos wird uns diese Erfahrung in unserer zukünftigen Arbeit als IT-Consultants von großem Nutzen sein. Wir freuen uns auf die Herausforderungen, die vor uns liegen, und darauf, die agilen Prinzipien in unseren Projekten anwenden zu können.


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