Qualitätssicherung

Pune war die Reise wert

Daniel Horn reiste im Kundenauftrag nach Indien, um die dortigen Kollegen in Sachen Testautomatisierung anzuleiten. Ein Reisebericht.

Im Februar dieses Jahres eröffnete sich mir die Möglichkeit, zusammen und im Auftrag unseres Kunden - einem systemrelevanten Finanzinstitut in Frankfurt - die Kollegen in Pune (Indien) zu besuchen und an diversen Workshops teilzunehmen.

Aufgabe war vor allem der Austausch von Ideen zur Testautomatisierung in der Umsetzung des Programmes „PSD2“ (überarbeitete Richtlinie über Zahlungsdienste) sowie der Know-how-Aufbau für die Kollegen vor Ort. Das Projekt soll durch agile Entwicklungsmethoden in verteilten Teams entwickelt und vorangetrieben werden, wodurch ein hohes Automatisierungspotential sowohl im Test als auch in der Entwicklung und im Deployment besteht.

Zwischen Jetlag, Sightseeing und Test-Frameworks
Abflug war am 10. März um zirka 12 Uhr in Frankfurt. Nach etwas mehr als acht Stunden Flug erreichten wir Pune am Sonntag den 11. März um 1 Uhr Ortszeit.

Der Sonntag lief im Sinne des kulturellen Austauschs. Eine Stadtbesichtigung stand an. Herausstechend in dieser schnell wachsenden Millionenstadt war der Aga Khan Palace, wo zu Zeiten der indischen Unabhängigkeitsbewegung Mahatma Gandhi interniert wurde. Seine Asche wurde hier im Hof verteilt. Anschließend besichtigten wir die Altstadt und ließen uns – vom zugegebenermaßen anfänglich chaotisch anmutenden Verkehr – treiben. Aufgrund des Jetlags haben wir uns jedoch schon relativ früh wieder in das klimatisierte Hotel an den Pool zurückgezogen und den Tag früh mit dem ersten Curry beendet.

Montag bis Donnerstag stand im Zeichen der Arbeit. Die Fahrt zum Bürogebäude, ungefähr acht Kilometer von unserem Hotel entfernt, dauerte zwischen 45 und 60 Minuten. Nach gegenseitigem Vorstellen und Kennenlernen widmete sich der erste Tag vor allem dem Wissens-Transfer an die Entwicklungsteams. Ich durfte diese Reise vor allem zur Vorstellung diverser Testautomatisierungs-Frameworks und -Best-Practices innerhalb des Kunden antreten.

Virtuelle Teams arbeiten auch in der Realität gut zusammen
An den folgenden Tagen formten sich schnell diverse Arbeitsgruppen zur Umsetzung agiler Entwicklungs- und Deployment-Prozesse im Programm heraus. Es wurde klar, dass für solch automatisierte und schnelllebige Prozesse Testautomatisierung ein großes Thema wird. Um das Projekt also schon von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken, wurden zusammen mit Architekten, Entwicklern, Scrum Mastern & Product Ownern sowie Test-Spezialisten die Grundlagen für eine Continuous Integration Pipeline gelegt. Parallel wurden in den Test-Teams Vorgehensweisen und Ideen zur Umsetzung der dafür benötigten Automatisierung gesammelt und diskutiert.

Leider mussten wir nach nur vier Tagen intensiver Zusammenarbeit die indischen Kollegen schon wieder verlassen. Wir alle waren uns einig: Vor allem in internationalen und virtuellen Teams sind Austausche wie diese wichtig für den Erfolg von Projekten. Workshops und „BootCamps“ dieser Art müssen jedoch nicht unbedingt vor Ort durchgeführt werden. Heutzutage lassen sich durch unterschiedlichste Onlinemeeting-Tools die Arbeits- und Brainstorming-Ergebnisse auch digital darstellen und bearbeiten. Dennoch sind die persönlichen Gespräche notwendig, um Vertrauen und Teamspirit zwischen den einzelnen Lokationen und Abteilungen zu schaffen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle beteiligten Teammitglieder und Kollegen.

Autor

Daniel Horn Senior IT-Consultant
Daniel Horn